Krippenandacht 2017 in Walsrode

Weihnachten wird gefeiert, weil Jesus geboren ist. Wir feiern seinen Geburtstag! Und was gibt es besseres als die Zeit des Wartens mit dem Besuch der Krippenandacht zu verkürzen. Das taten auch in diesem Jahr wieder viele Familien mit ihren Kindern.

Auch im diesjährigen Krippenspiel ging es darum, dass Kinder gelangweilt auf die Bescherung warten: Wenn doch nur die Zeit etwas schneller vergehen würde.

Da hat die Oma eine Idee. Alle gehen auf den Dachboden. Dort steht ein alter Stock. Mit dem sollen die Kinder dreimal auf den Boden klopfen und sie sind verschwunden, aber wohin? Sie denkt: Hoffentlich gefällt es ihnen.

Die Kinder sind  durch die Zeit gereist - 2017 Jahre - zurück in einen alten Stall in der Nähe von Bethlehem und werden dort gleich vom Ochsen begrüßt.

Auch ein Esel kommt angerannt und kündigt an, dass seine Herren gleich kommen, um im Stall zu übernachten. Das wird dem Ochsen zu viel! Der will seine Ruhe. Aber die Kinder sind neugierig und bitten den Esel doch mal genauer zu erzählen was passiert ist.

Also erzählt der Esel folgende Geschichte: Der Kaiser Augustus führte im ganzen römischen Reich eine Volkszählung durch. Er wollte wissen wie viele Menschen in seinem Land leben. Er schickte seine Boten in alle Städte, um das bekannt zu machen. Auch Josef und Maria mussten in Ihre Heimatstadt reisen und der Esel musste mit.

In Bethlehem angekommen machten sich Maria und Josef auf die Suche nach einer Herberge. Die Stadt war ziemlich überfüllt und erst bei der dritten Herberge wurden sie fündig. Maria und Josef wurde zwar nur ein Stall angeboten, aber der Esel war sehr glücklich darüber: Juhuh, ich gehe schon mal vor!

In diesem Stall bekommt Maria ihr Kind. Es bekommt den Namen Jesus.

In der Nähe des Stalls waren Hirten, die hüteten Schafe auf den Feldern. Nach einem anstrengenden Tag kommen sie erschöpft von der Arbeit zu ihrem Lager zurück.

Auf einmal wird die Nacht ganz hell und sie hören schönen Gesang. Ein Engelschor singt: Gloria, Gloria, Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf  Erden den Menschen“, und verkündet die Geburt eines neuen Königs, dem Jesuskind, dass sie in einer Krippe finden werden.

Erst trauen sie ihren Augen und Ohren nicht, dann machen sie sich aber auf den Weg und folgen dem Stern, der ihnen den Weg zum Stall in Bethlehem zeigt.

Der Ochse regt sich bei Ihrer Ankunft gleich auf: „Was wollt ihr denn auch noch hier? Ist hier denn eine Volksversammlung?“

Doch die Hirten legen ihre Geschenke vor dem Jesuskind nieder und erzählen ihnen von der Erscheinung der Engel.

Aber das waren noch nicht alle Gäste. Langsam reicht‘s dem Esel!

Drei Weise aus dem Morgenland haben im fernen Orient einen großen Stern gesehen. Der Stern bedeutet, dass ein neuer König geboren ist. Sie sind ihm gefolgt, um dem König Geschenke zu bringen: Gold, Myrrhe, und Weihrauch. Letzteres mag der Ochse, der eine empfindliche Nase hat, überhaupt nicht!

Jetzt wird es Zeit für die Kinder zu gehen.  Die vier Enkel fassen den Stock, klopfen ihn drei Mal auf den Boden und sind wieder zu Hause angekommen.

Hat es euch gefallen, fragt die Oma. Das war das beste Weihnachten, das wir je gefeiert haben, sagen die Enkel und dann gibt’s die Geschenke.

„Tja so kann das gehen. Schauen sie doch einfach mal auf ihren Dachboden, ob da nicht noch ein alter Stock rumliegt“, schließt die Oma das Krippenspiel. „Ich wünsche ihnen noch einen schönen Weihnachtsabend.“

------------------------

An dem Krippenspiel haben in diesem Jahr 28 Kinder  im Alter von 3  bis 13 Jahren mitgewirkt, und allen hat die Aufführung sichtlich Spaß gemacht. Aber auch während der Proben, die schon im November begonnen hatten, waren alle mit viel Engagement dabei. Einige der Akteure sind schon viele Jahre dabei – meistens als Sternchen oder Engelchen gestartet und jetzt in den größeren Sprechrollen zu sehen.  Aber auch neue Gesichter waren bei dem Krippenspiel zu sehen und wir wünschen uns, dass wir viele Mitwirkende im nächsten Jahr wiedersehen werden.  

Neben den Mitwirkenden beim Krippenspiel möchte ich es auch nicht versäumen auf diejenigen hinzuweisen, die bei der Durchführung der Krippenandacht tatkräftig mitgewirkt haben, die Lektoren und Musiker!

Alle Mitwirkenden haben zum Gelingen der Krippenandacht  - zur Freude der anwesenden Kirchenbesucher  - großartig beigetragen und dafür einen kräftigen Applaus erhalten.

- Fotos: Wolfgang Herforth -

Auch von meiner Seite möchte allen von Herzen danken! Es war mir wieder einmal eine große Freude.

Mechthild Exner-Herforth

Bildergalerie